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A-ROSA | Travemünde

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Vier Nächte zwischen Ostsee, Wellness und kulinarischen Höhen und Tiefen

Besucht vom 24. bis 28. August 2026

Manchmal braucht es gar keine weite Reise, um für ein paar Tage wirklich abzuschalten. Ein schönes Hotel, die Ostsee vor der Tür, gutes Wetter und vor allem viel Zeit für sich selbst können dafür vollkommen ausreichen.

Für vier Nächte führte mich dieser kleine Ausflug diesmal ins A-ROSA Travemünde. Das traditionsreiche Kurhaushotel liegt unmittelbar an der Ostsee und verbindet historische Architektur mit einem modernen Resortkonzept. Die Lage ist dabei ausgesprochen angenehm. Vom Bahnhof Travemünde Strand sind es nur wenige Minuten zu Fuß, die Strandpromenade erreicht man in etwa vier Minuten und auch die zentrale Bummelmeile von Travemünde ist bequem zu Fuß erreichbar. 

Das Haus selbst ist eine interessante Mischung aus Geschichte und zeitgemäßem Urlaubskomfort. Das Kurhaus ist teilweise denkmalgeschützt und gehört mit seiner historischen Architektur zu den prägenden Gebäuden des Ortes. Gleichzeitig ist das A-ROSA heute vor allem eines: ein Hotel, das sehr stark auf Erholung und Wellness setzt. 

Ankommen im A-ROSA

Der Check-in verlief zunächst etwas ungewöhnlich.

Die Mitarbeiterin an der Rezeption bat mich um einen kleinen Moment Geduld, da sie offenbar noch eine interne E-Mail fertigstellen musste und dabei sogar passende Emojis suchte.

Das hat mich ehrlich gesagt etwas irritiert.

Nicht, weil ich ein Problem damit hätte, kurz zu warten. Vielmehr entstand in diesem Moment der Eindruck, dass eine interne Nachricht gerade wichtiger war als ein anreisender Gast. Und das ausgerechnet bei einem Gast, der nicht zum ersten Mal im A-ROSA Travemünde zu Besuch ist.

Umso erfreulicher war, dass der eigentliche Check-in anschließend ausgesprochen effizient und freundlich verlief. Als kleine Begrüßung wurde eine Rose gereicht, für die dann im Zimmer eine Vase bereit stand. Eine schöne Geste und ein angenehmer Start in den Aufenthalt.

Die Suite im Kurhaus

Untergebracht war ich in einer Suite Deluxe Meerseite im historischen Kurhaus.

Die Suite besteht aus einem separaten Wohn- und Schlafzimmer, einem Badezimmer und zwei kleinen Balkonen. Einer davon verfügt über eine kleine Sitzgarnitur und bietet einen schönen Blick in Richtung Ostsee.

Gerade dieser Blick ist natürlich eines der großen Argumente für die Zimmer im Kurhaus.

Die Ausstattung ist insgesamt vernünftig und befindet sich in einem guten Zustand. Ganz perfekt ist sie für mich allerdings nicht.

Das Beleuchtungskonzept empfand ich als etwas gewöhnungsbedürftig und auch bei den Steckdosen hätte ich mir mehr Möglichkeiten gewünscht.

Und dann wäre da noch das Thema Föhn. Ich gebe zu, bei einem Hotelzimmer  achte ich darauf. Sehr.

Warum ein Föhn heutzutage noch an einer Strippe befestigt sein muss und dann auch noch ein ausgesprochen einfaches Modell zum Einsatz kommt, erschließt sich mir bei einem Haus dieser Kategorie nicht so ganz.

Die Minibar ist dafür bereits im Aufenthalt enthalten und wird täglich mit Wasser und Softdrinks aufgefüllt. Eine schöne Leistung. Allerdings hatte der Kühlschrank bei meinem Aufenthalt nicht wirklich die Kühlleistung, die man von einer Minibar erwarten würde.

Warum bei der Begrüßung zwei Welcome-Treatments (Sekt und Äpfel) auf dem Zimmer waren (eines davon sogar mit zwei unterschiedlichen Gläsern), bleibt ein Rätsel. 

Unterm Strich ist die Suite aber ein angenehmer Rückzugsort und vor allem der Meerblick macht einiges wieder wett.

Frühstück mit allem, was dazugehört

Gebucht hatte ich den Aufenthalt mit Halbpension. Und beim Frühstück zeigt sich schnell, dass das A-ROSA seine Stärke durchaus in der großen Auswahl hat.

Das Frühstück wird als Buffet angeboten und bietet eigentlich alles, was man sich für einen ausgiebigen Start in den Tag wünschen kann.

Besonders positiv ist mir das ausgesprochen freundliche Personal aufgefallen.

Dazu kommen täglich wechselnde warme Eierspeisen, frisch zubereitete Eierspeisen, gutes Brot und Brötchen, Sekt und tatsächlich frisch gepresster Orangensaft.

Gerade der Orangensaft verdient eine Erwähnung. Kein Saft aus dem Automaten, der irgendwie nach Orange schmeckt, sondern wirklich frisch gepresst.

Das macht morgens einfach Freude.

Halbpension mit großer Auswahl

Auch beim Abendessen wird auf ein umfangreiches Buffet gesetzt. Die Auswahl wechselt täglich und bewegt sich insgesamt auf einem erfreulich hohen Niveau.

Viele Gerichte sind hochwertig zusammengestellt und ansprechend präsentiert. Auch auf Unverträglichkeiten kann bis zu einem gewissen Grad Rücksicht genommen werden.

Der Service war auch hier ausgesprochen freundlich und aufmerksam.

Allerdings gibt es einen Punkt, den man bei einem Hotel dieser Größe nicht ganz ausblenden kann: Das Restaurant ist sowohl morgens als auch abends sehr gut besucht.

Dadurch wird es schnell laut und durch das Buffet entsteht naturgemäß eine gewisse Unruhe. Gäste stehen auf, holen sich ihre Speisen, bewegen sich durch den Raum und suchen ihren Tisch wieder auf.

Das ist kein Fehler des Hauses. Es gehört schlicht zum Konzept eines großen Buffetrestaurants.

Wer beim Essen eher Ruhe und Intimität sucht, wird sich hier allerdings nicht unbedingt zuhause fühlen.

Ein Abend im Tellerwerk

Am letzten Abend wollte ich deshalb noch etwas anderes ausprobieren und reservierte einen Tisch im angeschlossenen Tellerwerk.

Und dieser Abend war interessant. Allerdings nicht unbedingt aus den Gründen, die man sich bei einem Restaurantbesuch wünscht.

Das Restaurant war an diesem Abend nur zur Hälfte besetzt. Gleichzeitig bekam ich mit, wie anderen Gästen erklärt wurde, dass die verfügbare Tischzahl aufgrund der personellen Situation begrenzt sei.

Drei Mitarbeiter im Service und zwei Personen in der Küche waren an diesem Abend für das Restaurant eingeplant.

Das erklärt einiges.

Denn das Essen selbst war durchaus gut, allerdings dauerte es teilweise auffallend lange.

Auch bei Unverträglichkeiten stößt das Konzept schnell an Grenzen. Bei einer Laktoseintoleranz waren beispielsweise keine Vorspeisen aus der regulären Karte möglich.

Besonders ungewöhnlich empfand ich die Stimmung innerhalb des Teams. Zwischen den Mitarbeitern war eine gewisse Anspannung spürbar. Dem Gast gegenüber blieb der Service dagegen jederzeit freundlich und professionell.

So war der Restaurantbesuch letztlich etwas eigenartig.

Nicht schlecht.

Aber eben auch nicht ganz das entspannte Restauranterlebnis, das ich mir für den letzten Abend gewünscht hätte.

Die Marktplatz-Bar

Eine ähnliche Erfahrung gab es teilweise auch in der Marktplatz-Bar.

Am ersten Abend war ausreichend Personal vorhanden und der Service funktionierte entsprechend gut.

An den folgenden beiden Abenden war die Situation deutlich angespannter. Nur wenige Mitarbeiter waren vor Ort, darunter eine Auszubildende, die mit unserer Bestellung zunächst nicht ganz weiterkam und auf einen Kollegen warten musste.

Das Problem war offenbar, dass andere Mitarbeiter wegen externer Veranstaltungen an anderen Stellen des Hauses eingesetzt waren.

Ich kann nachvollziehen, dass solche Situationen entstehen.

Trotzdem finde ich es schade, wenn dadurch ausgerechnet die Hausgäste, die mehrere Nächte im Hotel verbringen, das Nachsehen haben.

Unsere Drinks kamen schließlich und waren auch völlig in Ordnung.

Eine Sache hat mich allerdings geärgert: Auf der Karte wurde beim Lillet Wild Berry mit frischen Beeren geworben. Serviert wurde er dann mit Tiefkühlfrüchten. Bei einem Preis von 12 Euro finde ich diese Diskrepanz zumindest unglücklich.

Gerade bei einem Haus dieser Kategorie sollte eine solche Kleinigkeit eigentlich vermeidbar sein.

Die große Stärke: SPA-ROSA

Wenn es allerdings einen Bereich gibt, der mich im A-ROSA Travemünde wirklich restlos überzeugt hat, dann ist es der Wellnessbereich.

Das SPA-ROSA umfasst rund 4.500 Quadratmeter auf zwei Ebenen und im Außenbereich. Dazu gehören ein beheizter Meerwasserpool im Innenbereich, ein ebenfalls mit Meerwasser gefüllter Außenpool, ein Bewegungsbecken und eine umfangreiche Saunalandschaft mit sieben verschiedenen Saunen. 

Und genau hier kann das A-ROSA seine Stärken voll ausspielen.

Der Außenbereich bietet zahlreiche Liegen und lädt bei schönem Wetter dazu ein, einfach den ganzen Tag dort zu verbringen.

Der Meerwasserpool mit Blick Richtung Ostsee, allerdings ohne direkten Ostseeblick, ist dabei für mich eines der Highlights des gesamten Hauses.

Dazu kommen verschiedene Wellnessanwendungen. Ich habe mir während meines Aufenthalts eine Massage gegönnt und die war hervorragend.

Sehr professionell, angenehm und genau das, was man sich von einer solchen Anwendung wünscht.

Auch hier war das Personal ausgesprochen freundlich.

Der SPA-Bereich ist für mich deshalb tatsächlich das Herzstück des A-ROSA Travemünde. Hier entsteht genau dieses Gefühl von Urlaub und Entschleunigung, das man sich bei einem Aufenthalt an der Ostsee wünscht.

Vier Tage Ostsee

Mein Aufenthalt war vom Wetter zusätzlich verwöhnt.

Sonne satt, Temperaturen von über 25 Grad und die Ostsee direkt vor der Tür. Viel besser hätten die Rahmenbedingungen für vier Tage Auszeit kaum sein können.

Und genau deshalb fällt mein Gesamturteil auch durchaus positiv aus.

Das A-ROSA Travemünde ist kein perfektes Hotel.

Es gibt kleinere Dinge, die bei einem Haus dieser Kategorie besser gelöst sein könnten. Das Beleuchtungskonzept in der Suite, der einfache Föhn, die schwache Kühlung der Minibar oder einzelne Situationen in Bar und Restaurant gehören dazu.

Gleichzeitig stehen dem eine ausgesprochen schöne Lage, ein angenehmes Zimmer, sehr freundliche Mitarbeiter und vor allem ein wirklich hervorragender Wellnessbereich gegenüber.

Mein Fazit

Vier Nächte im A-ROSA Travemünde waren für mich vor allem eines: erholsam.

Die Kombination aus Ostsee, schönem Wetter, einer komfortablen Suite und dem hervorragenden SPA-ROSA hat dafür gesorgt, dass ich mich tatsächlich gut erholen konnte.

Besonders positiv bleibt mir das Personal in Erinnerung. Ob Frühstück, Abendessen, Rezeption, SPA oder Housekeeping: Fast überall habe ich freundliche und zugewandte Mitarbeiter erlebt.

Kulinarisch würde ich den Aufenthalt dagegen eher im gehobenen Mittelfeld einordnen.

Das Buffet bietet eine große Auswahl und durchaus hochwertige Gerichte, ohne mich dabei nachhaltig zu begeistern. Das Tellerwerk war interessant, aber durch die offensichtliche Personalsituation ebenfalls kein kulinarisches Highlight.

Dafür überzeugt das A-ROSA Travemünde an anderer Stelle umso mehr: Wer ein Hotel an der Ostsee sucht, bei dem Wellness und Erholung im Mittelpunkt stehen, findet hier ein ausgesprochen starkes Gesamtpaket.

Mein herzliches Dankeschön an das gesamte Team des A-ROSA Travemünde für vier schöne und erholsame Tage an der Ostsee.

Mein persönlicher „Genuss“moment

Der SPA-ROSA und die Massage.

Eigentlich kein klassischer „Genussmoment“ im Sinne meiner Restaurantberichte. Aber gerade deshalb passt er für mich hier besonders gut.

Ein paar Stunden im Meerwasserpool, eine Liege in der Sonne, zwischendurch Sauna und schließlich eine wirklich hervorragende Massage.

Genau dafür fährt man manchmal an die Ostsee.

Nicht für den spektakulärsten Teller.

Sondern dafür, einmal wieder richtig abzuschalten.

Der Genuss-Enthusiast meint

🍽️ Atmosphäre: stilvoll, maritim und angenehm entspannt

🤝 Service: überwiegend ausgesprochen freundlich und aufmerksam

🎨 Kreativität: solide, kulinarisch eher klassisch

❤️ Würde ich wiederkommen? Ja, insbesondere für eine entspannte Wellnessauszeit an der Ostsee.

💡 Besonders in Erinnerung geblieben: Der SPA-ROSA mit seinem Meerwasserpool und die hervorragende Massage. Dazu vier Tage mit viel Sonne, Ostseeluft und genau der richtigen Portion Erholung.

A-ROSA Travemünde, Außenallee 10, 23570 Lübeck-Travemünde, www.arosahotels.de

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